Guernica - bildhafte Schrecken des Krieges

Das monumentale Werk von Pablo Picasso, aus dem Jahr 1937 behandelt den verheerenden Luftangriff deutscher Luftstreitkräfte auf die spanische Stadt Gernika, der ihre völlige Zerstörung zur Folge hatte.

Ohne direkte politische Motivation oder ein konkretes politisches Interesse beschreibt Picasso drastisch die grausamen Folgen des Krieges im Allgemeinen.

Auch wenn Kunsthistoriker betonen, dass es sich bei Guernica um mehr als ein einfaches Antikriegsbild handelt, erfüllt es doch auch diese Funktion und ist in diesem Sinne politisch. Dort wo ein Künstler dem Betrachter die Schrecken des Krieges vor Augen führt, nimmt er politischen Einfluss, indem er jenen Kräften und Bemühungen Recht gibt, die sich aktiv gegen den Krieg stellen. Generell sind es im 20. Jahrhundert vor allen Dingen die Protestbewegungen, welche dieses Mittel nutzen, um ihre Weltanschauung zu verbreiten und so Zustimmung für ihre politischen Interessen und Ambitionen zu erzeugen. In Antikriegsfilmen und entsprechenden anderen Kunstformen, in der künstlerischen Darstellung der möglichen Folgen atomaren Wettrüstens oder auch in drastischer Darstellung des Verhältnisses von Mensch und Natur wird immer wieder aktiv versucht, Einfluss auf die Weltsicht und damit das Verhalten der Gesellschaft und damit auf politische Entscheidungen zu nehmen.

Gernika / Guernica

Gernika, so der baskische Name der Stadt, die auf kastilisch Guernica genannt wird, liegt spanischen Baskenland und hat heute 16.700 Einwohner. Während des spanischen Bürgerkriegs flog die deutsche Legion Condor den Luftangriff auf Gernika. Der Luftangriff ereignete sich am 26. April 1937. Die Folge war ein Großfeuer, bei dem mehrere hundert Menschen ums Leben kamen und Guernica großflächig zerstört wurde. Pablo Picasso verarbeitete die Schrecken dieses Angriffs in seinem Bild Guernica.

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